Yellowstone Association eröffnet Yellowstone Overlook Field Campus

February 7th, 2010

Yellowstone Overlook Field CampusDie Yellowstone Association wird am 1. Mai 2010 den Yellowstone Overlook Field Campus in Betrieb nehmen. Der Campus ist für Gruppen gedacht, die sich zur Flora und Fauna der Yellowstone-Region weiterbilden möchten. Er wird sich zwischen Gardiner nördlich des Parkes und dem Hauptort des Nationalparks Mammoth Hot Springs befinden und einen Blick auf Mammoth Hot Springs und mit etwas Glück auf Wapiti-Hirschen, Bisons, Elche oder gar Wölfe bietet. Tagsüber lassen sich von dort optimal private Touren machen. Interessierten stehen drei Hütten zur Verfügung: Zwei Hütten für je 12 Personen lassen sich für $400.- pro Nacht mieten, eine für 8 Personen für $200.-.

Weitere Details

2009: Neuer Besucherrekord

January 10th, 2010

Gemäss den neuesten Zahlen des National Park Service haben im Jahr 2009 3.295.187 Personen den Yellowstone-Nationalpark besucht. Das ist neuer Rekord und 4.6% mehr als im bisherigen Spitzenjahr 2007. Hier die Liste der Jahre mit den meisten Besuchern:

Jahr Besucherzahl
2009  3.295.187
2007  3.151.343
1992  3.144.405
1999  3.131.381
1995  3.125.285
1998  3.120.830
2008  3.066.570
1994  3.046.145
2003  3.019.375
10  1996  3.012.171

Aufgrund der verschärften Bestimmungen im Wintertourismus haben die Anzahl Schneemobile und Schneekutschen im Yellowstone-Nationalpark weiter abgenommen:

Dez. 2009 Dez. 2008 Dez. 2007
Schneemobile, Tagesdurchschnitt: 183 233 365
Schneekutschen, Tagesdurchschnitt: 32 39 45

Quelle: National Park Service

NPS soll von Einkünften aus Geschäft mit Yellowstone-Organismen profitieren

December 5th, 2009

Voraussichtlich anfangs 2010 soll eine Richtlinie in Kraft treten, gemäss der der National Park Service am Profit von Konzernen teilhaben soll, die dank Organismen aus dem Yellowstone-Nationalpark gute Geschäfte machen. Es wird mit Einnahmen für den National Park Service von $635′000 bis $3.9 Millionen pro Jahr gerechnet. Bakterien und Algen aus dem Yellowstone-Nationalpark sind vor allem für die Chemie und Medizin von grossem Interesse. Konzerne verdienen damit teilweise Beträge in Milliardenhöhe.

Quellen: National Park Service, AP

Arten-Schatzsuche im Yellowstone

November 15th, 2009

Ende August 2009 durchkämmten 125 Wissenschaftler und Freiwillige ein ca. zwei Quadratmeilen grosses Gebiet im Norden des Yellowstone-Nationalpark auf der Suche nach möglichst vielen biologischen Arten. Die Aktion, Bioblitz genannt, dauerte 24 Stunden. Nun wurde ein Vorab-Bericht (pdf) veröffentlicht. Gemäss dieser ersten Auswertung fand die Truppe über 1100 Arten, darunter 46 Bienen-, 373 Pflanzen-, 86 Pilz-, 5 Fledermaus-, 24 Schmetterlings- und mehr als 300 Insektenarten. Bei einigen Dutzend Arten war die Existenz im Yellowstone-Nationalpark bislang unbekannt. Die vollständige Auswertung aller gefundenen Arten dürfte noch etliche Monate dauern. Die Wissenschaftler erwarten, dass noch weit mehr Arten gefunden wurden.

Auswirkungen der Klimaveränderungen im Yellowstone-Nationalpark

October 11th, 2009

Die beiden Institutionen Rocky Mountain Climate Organization und Natural Resources Defense Council veröffentlichten gemeinsam einen Bericht, in dem sie die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die US-Nationalparks untersuchten. Der Yellowstone-Nationalpark wurde als einer der 25 meist betroffenen Nationalparks identifiziert. Er ist vor allem durch Wasserverlust gefährdet, und damit einer Abnahme von Eis und Schnee. Das hat Auswirkungen auf Flora und Fauna.

Quelle: National Parks in Peril – the Threats of Climate Disruption. State Fact Sheet: Montana, Idaho, Wyoming

Yellowstone-Wölfe sind anders

October 11th, 2009

Die Wolf-Population im Yellowstone-Gebiet eignet sich im Vergleich zu jener im Norden Nordamerikas unterschiedliche Verhaltensweisen an, besagen Forschungsergebnisse eines Teams um den Biologen Doug Smith. Die Population ist deutlich kleiner und wird vom Menschen nicht gejagt. Die Wölfe stellen sich darauf ein, beispielsweise bei der Zusammenstellung der Rudels oder der Jagdtaktiken.

Quelle: Billings Gazette

Gerichtsentscheid: Yellowstone-Grizzly müssen USA-weit geschützt werden

October 11th, 2009

Ein Bezirksgericht verlangt, dass Grizzlybären im Yellowstone-Gebiet wieder auf die Liste der bedrohten und gefährdeten Arten des U.S. Fish and Wildlife Services aufgenommen werden. 2007 hatte der U.S. Fish and Wildlife Service den Grizzly von der Liste der bedrohten und gefährdeten Arten gestrichen. Seither untersteht er ausserhalb des Yellowstone- sowie des Grand-Teton-Nationalparkes nicht mehr dem Schutz der USA; die betroffenen US-Bundesstaaten Wyoming, Montana und Idaho waren neu für adäquaten Schutz zuständig. Idaho hat in seinem östlichen Gebiet die Bussen für die Tötung eines Grizzlys von maximal einem Jahr Haft sowie einer Busse von 100′000 US-Dollar gesenkt auf maximal einem halben Jahr Haft und einer Busse von 1000 US-Dollar. Ausserdem wurde in Idaho diskutiert, die Jagd auf den Grizzly in einigen Gebieten freizugeben.

Das zuständige Bezirksgericht hat nun einer Klage der Greater Yellowstone Coalition stattgegeben und weist den U.S. Fish and Wildlife Service an, den Grizzlybären wieder unter bundesstaatlichen Schutz zu stellen. Es begründet dies damit, dass die 2007 gewählte Schutzstrategie nicht durchführbar sei. Ausserdem hätte die Behörde die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Kiefernart Whitebark Pine zuwenig berücksichtigt, deren Nüsse ein wichtiger Bestandteil der Nahrung der Grizzlys sind.

Quelle: Gerichtsentscheid (pdf)

Sommerlicher Besucherrekord

September 12th, 2009

Von Juni bis August bereisten knapp 2.3 Millionen Besucher den Yellowstone-Nationalpark. Das sind über 120′000 mehr als 1999, dem bisherigen Rekordjahr für die drei Sommermonate.

Quelle: News Release des National Park Service

Müssen zwei Pflanzenarten im Yellowstone geschützt werden?

August 29th, 2009

Die US-amerikanische Behörde “Fish & Wildlife Service” hat 29 Tier- und Pflanzenarten eruiert, die sie allenfalls gemäss dem Endangered Species Act unter Schutz stellen wird. Unter anderem sind zwei im Yellowstone-Nationalpark vorkommende Pflanzenarten betroffen: Das Wunderblumengewächs Yellowstone Sand Verbana (Abronia ammophila) und das Straussgras Ross’ Bentgrass (Agrostis rossiae). Ersteres kommt an drei Standorten auf Sandbänken am Yellowstone Lake vor, letzeres an mindestens vier Standorten im Oberen Geysir-Becken. Vertiefende Studien sollen nun zeigen, ob ein Schutz notwendig ist.

Quellen:
U.S. Fish & Wildlife Service: Pressemitteilung
U.S. Fish & Wildlife Service: Newsseite

Wölfe und Wapitis

August 1st, 2009

Die Wölfe sind für den Rückgang der Wapiti-Population im Grösseren Yellowstone-Ökosystem verantwortlich – aber nicht so wie erwartet. Weder die Jagd noch die durch die Wölfe verursachte erhöhte Stressbelastung bei den Wapitis sind der Hauptgrund, sondern dass Wapitis im Winter wegen den Wölfen in höhergelegene Gebiete mit weniger Nahrung ausweichen.

1995 wurden wieder Wölfe in das Yellowstone-Gebiet eingeführt. Damals lebten zwischen 17′000 und 19′000 Wapitis dort. 2009 wurden noch 7109 Tiere gezählt, etwas mehr als in den zwei vorangehenden Jahren. Die Jagd auf Wapitis spielt direkt nur eine untergeordnete Rolle. Wölfe reissen nur wenige Kälber. Die Stressbelastung durch den Wolf ist zwar erhöht, aber nicht markant. Gemäss einer Mitte Juli veröffentlichten Studie von Scott Creel et al. ist ein wesentlicher Grund für den Rückgang, dass die Wölfe die Wapitis im Winter in höhergelegene Gebiete vertreiben. Dort ernähren sie sich vor allem durch Zweige und Blätter. Insgesamt nehmen Wapitis dort 27 Prozent weniger Nahrung zu sich als in tiefergelegenen Habitaten. Das führt zu mehr Krankheiten und zu weniger Nachwuchs.