Archive for the ‘mikrobiologie’ Category

NPS soll von Einkünften aus Geschäft mit Yellowstone-Organismen profitieren

Saturday, December 5th, 2009

Voraussichtlich anfangs 2010 soll eine Richtlinie in Kraft treten, gemäss der der National Park Service am Profit von Konzernen teilhaben soll, die dank Organismen aus dem Yellowstone-Nationalpark gute Geschäfte machen. Es wird mit Einnahmen für den National Park Service von $635′000 bis $3.9 Millionen pro Jahr gerechnet. Bakterien und Algen aus dem Yellowstone-Nationalpark sind vor allem für die Chemie und Medizin von grossem Interesse. Konzerne verdienen damit teilweise Beträge in Milliardenhöhe.

Quellen: National Park Service, AP

Arsenfressende Algen im Yellowstone

Sunday, March 29th, 2009

Ein Forscherteam hat herausgefunden, dass Algen der Gattung Cyanidioschyzon Arsen zu weniger gefährlichen biologischen Verbindungen oxidieren. Die Algen kommen in heissen Quellen im Yellowstone-Nationalpark vor. Das giftige Arsen wird beispielsweise verwendet, um Bodenschätze herauszulösen. Cyanidioschyzon könnte künftig verwendet werden, um entsprechende Schäden an der Umwelt zu reduzieren.

Quelle: Proceedings of the National Academy of Sciences

Viren in Heissen Quellen

Sunday, November 25th, 2007

Wissenschaftler der Montana State University und des Idaho National Laboratory haben Viren entdeckt, die in den heissen Quellen des Yellowstone-Nationalparks leben. Die Viren bewegen sich offenbar über Dampf-Tropfen fort. Die Entdeckung der Viren wirft mehr Fragen auf als sie welche beantwortet. Besonders interessiert die Forscher, was die Viren in den heissen Quellen tun. Eine wichtige Rolle könnte den Viren in Wechselwirkung mit den Bakterien, die sie befallen, zukommen. In den heissen Quellen lebende Bakterien sind schon länger bekannt und werden wirtschaftlich stark genutzt.

Die Studie wurde am 19. November 2007 in den Proceedings der National Academy of Sciences of the United States of America veröffentlicht.

Neues Bakterium gefunden

Wednesday, August 1st, 2007

Ein Forscherteam um Donald Bryant von der Pennsylvania State University hat in den heissen Quellen Mushroom Spring und Octopus Spring – acht Meilen nördlich von Old Faithful im Yellowstone-Nationalpark gelegen – das bislang unbekannte Bakterium Candidatus chloracidobacterium (Cab.) thermophilum entdeckt, das Sonnenlicht in chemische Energie umwandelt. Von den 25 Hauptgruppen der Bakterien machen nur fünf eine Photosynthese. Das neue Bakterium gehört zur weitestgehend unerforschten Gruppe der Acidobacteria. Aufgrund seiner Eigenschaften könnte es für die Herstellung von alternativem Treibstoff bedeutungsvoll sein.
Die Forschungsergebnisse wurden am 27. Juli 2007 in der Fachzeitschrift Science vorgestellt.

Das grosse Geschäft mit den Yellowstone-Bakterien

Sunday, October 1st, 2006

In den heissen Quellen des Yellowstone-Nationalparkes tummeln sich verschiedenste thermophile Bakterien und Algen. Nur sehr wenige davon sind wissenschaftlich erforscht. Die Bakterien bergen ein ungeheures finanzielles Potenzial für weltweite Konzerne – der Rush im Yellowstone hat längst begonnen. Der Schweizer Konzern Roche beispielsweise benutzt Thermus aquaticus zur Vervielfältigung der Erbsubstanz (DNA) und verdient Milliarden daran. Künftig will der National Park Service (NPS) auch ein paar Brosamen erhalten. Er hat einen Entwurf veröffentlicht, wonach Wissenschaftler einen Vertrag mit dem NPS unterzeichnen müssen, bevor sie in einem der amerikanischen Nationalparks forschen dürfen. Im Vertrag wird festgehalten, welche Entschädigung der NPS erhalten soll, wenn sich die Forschungsergnisse kommerziell nutzen lassen. Der Anteil des NPS kann von einigen Dollar bis maximal 150′000 US-Dollar betragen. Der Entwurf gilt für alle Nationalparks der USA, allerdings ist der Yellowstone-Nationalpark mit Abstand am häufigsten vom “Bio-Prospecting” betroffen: Bislang basieren 45 Patente auf Proben, die in US-Nationalparks gefunden wurden, 43 davon aus dem Yellowstone.