Archive for the ‘flora & fauna’ Category

3900 Bisons im Yellowstone-Nationalpark

Sunday, August 29th, 2010

Gemäss neuen Schätzungen des National Park Service leben derzeit rund 3900 Bisons im Yellowstone-Nationalpark. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr (3300). Die Schätzungen basieren auf Luftbildaufnahmen vom Juni und Juli 2010. 2005 dürften mit 5000 Tieren am meisten Bisons im Yellowstone gelebt haben.

Quelle: National Park Service

Yellowstone-Wölfe stehen wieder unter Schutz

Saturday, August 7th, 2010

Ein Gericht hat entschieden, dass die Wölfe in der Yellowstone-Gegend wieder unter Schutz des Bundes stehen. 2008 sollten die Wölfe aus der Liste der gefährdeten Arten gestrichen werden und das Wolf-Managment den drei betroffenen US-Bundesstaaten Wyoming, Montana und Idaho überlassen werden. Dagegen haben Naturschutzorganisationen wie die Greater Yellowstone Coalition und die Defenders of Wildlife Klage eingereicht. Dieser Klage wurde nun Anfangs August 2010 stattgegeben mit der Begründung, die Wolf-Population in der Yellowstone-Gegend sei als Gesamtes zu betrachten, ein unterschiedliches Recht in den drei betroffenen Bundesstaaten sei deswegen nicht statthaft. Die Wölfe stehen damit wieder unter dem Schutz des Bundes.

Entscheid des Gerichtes im Volltext

(via Yellowstone-Wolf-Blog)

Klimawandel: Mehr Büsche, weniger Blütenpflanzen

Sunday, July 18th, 2010

Diane Debinski von der Iowa State University führt seit 1992 grossangelegte Langzeit-Studien zu den Auswirkungen der Klimaveränderung im grösseren Yellowstone-Ökosystem durch. Gemäss ihren jüngsten noch unveröffentlichten Untersuchungsergebnissen führt die Klimaerwärmung in der Yellowstone-Gegend zu einer Veränderung der Flora auf Bergwiesen. Büsche wie Wüsten-Beifuß (Sagebrush), die dank ihren tiefen Wurzeln auf trockeneren Wiesen wachsen, breiten sich aus. Der Bestand an Blütenpflanzen hingegen nimmt ab. Die Veränderung der Flora hat Auswirkungen auf die Wildtiere wie auch auf Insekten, für die Blütenpflanzen eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Bereits nachgewiesen hat Debinski den Rückgang von Schmetterlingen auf einigen Bergwiesen. Am meisten von den Veränderungen betroffen sind mittelmässig trockene/feuchte Bergwiesen.

Quelle: Yellowstone Insider

Wapitis flüchten vor Jagd

Saturday, April 24th, 2010

Eine Studie der Montana State University und des Montana Department of Fish, Wildlife, and Parks haben die Migrationswege von Wapitis im Grösseren Yellowstone-Ökosystem untersucht. Interessant ist dabei vor allem eine Erkenntnis: In der Jagdsaison ziehen deutlich mehr Wapitis in Gebiete, in denen die Jagd verboten ist, als ausserhalb der Jagdsaison. Dies sogar dann, wenn in den geschützten Gebieten die Nahrungssuche schwieriger ist als in Gebieten, in denen die Jagd frei ist.

Die Studie erschien in der Zeitschrift Journal of Wildlife Management.

Wolf-Population nimmt weiter ab

Saturday, March 20th, 2010

Im zweiten Jahr hintereinander sind die Anzahl Wölfe im Yellowstone-Nationalpark gesunken. Ende 2009 wurden 96-98 Wölfe gezählt, Ende 2008 waren es noch 124 und Ende 2007 gar 171, wie ich vor einem Jahr berichtet habe. Besonders stark wurden die Wölfe im Norden des Parkes dezimiert. Dort sank die Population von 56 auf 40 Tiere. Als Gründe für die erneute Abnahme werden Kämpfe unter den Wölfen, Unterernährung und die Räude angenommen.

Quelle: National Park Service News Release

Yellowstone Association eröffnet Yellowstone Overlook Field Campus

Sunday, February 7th, 2010

Yellowstone Overlook Field CampusDie Yellowstone Association wird am 1. Mai 2010 den Yellowstone Overlook Field Campus in Betrieb nehmen. Der Campus ist für Gruppen gedacht, die sich zur Flora und Fauna der Yellowstone-Region weiterbilden möchten. Er wird sich zwischen Gardiner nördlich des Parkes und dem Hauptort des Nationalparks Mammoth Hot Springs befinden und einen Blick auf Mammoth Hot Springs und mit etwas Glück auf Wapiti-Hirschen, Bisons, Elche oder gar Wölfe bietet. Tagsüber lassen sich von dort optimal private Touren machen. Interessierten stehen drei Hütten zur Verfügung: Zwei Hütten für je 12 Personen lassen sich für $400.- pro Nacht mieten, eine für 8 Personen für $200.-.

Weitere Details

Arten-Schatzsuche im Yellowstone

Sunday, November 15th, 2009

Ende August 2009 durchkämmten 125 Wissenschaftler und Freiwillige ein ca. zwei Quadratmeilen grosses Gebiet im Norden des Yellowstone-Nationalpark auf der Suche nach möglichst vielen biologischen Arten. Die Aktion, Bioblitz genannt, dauerte 24 Stunden. Nun wurde ein Vorab-Bericht (pdf) veröffentlicht. Gemäss dieser ersten Auswertung fand die Truppe über 1100 Arten, darunter 46 Bienen-, 373 Pflanzen-, 86 Pilz-, 5 Fledermaus-, 24 Schmetterlings- und mehr als 300 Insektenarten. Bei einigen Dutzend Arten war die Existenz im Yellowstone-Nationalpark bislang unbekannt. Die vollständige Auswertung aller gefundenen Arten dürfte noch etliche Monate dauern. Die Wissenschaftler erwarten, dass noch weit mehr Arten gefunden wurden.

Auswirkungen der Klimaveränderungen im Yellowstone-Nationalpark

Sunday, October 11th, 2009

Die beiden Institutionen Rocky Mountain Climate Organization und Natural Resources Defense Council veröffentlichten gemeinsam einen Bericht, in dem sie die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die US-Nationalparks untersuchten. Der Yellowstone-Nationalpark wurde als einer der 25 meist betroffenen Nationalparks identifiziert. Er ist vor allem durch Wasserverlust gefährdet, und damit einer Abnahme von Eis und Schnee. Das hat Auswirkungen auf Flora und Fauna.

Quelle: National Parks in Peril – the Threats of Climate Disruption. State Fact Sheet: Montana, Idaho, Wyoming

Yellowstone-Wölfe sind anders

Sunday, October 11th, 2009

Die Wolf-Population im Yellowstone-Gebiet eignet sich im Vergleich zu jener im Norden Nordamerikas unterschiedliche Verhaltensweisen an, besagen Forschungsergebnisse eines Teams um den Biologen Doug Smith. Die Population ist deutlich kleiner und wird vom Menschen nicht gejagt. Die Wölfe stellen sich darauf ein, beispielsweise bei der Zusammenstellung der Rudels oder der Jagdtaktiken.

Quelle: Billings Gazette

Gerichtsentscheid: Yellowstone-Grizzly müssen USA-weit geschützt werden

Sunday, October 11th, 2009

Ein Bezirksgericht verlangt, dass Grizzlybären im Yellowstone-Gebiet wieder auf die Liste der bedrohten und gefährdeten Arten des U.S. Fish and Wildlife Services aufgenommen werden. 2007 hatte der U.S. Fish and Wildlife Service den Grizzly von der Liste der bedrohten und gefährdeten Arten gestrichen. Seither untersteht er ausserhalb des Yellowstone- sowie des Grand-Teton-Nationalparkes nicht mehr dem Schutz der USA; die betroffenen US-Bundesstaaten Wyoming, Montana und Idaho waren neu für adäquaten Schutz zuständig. Idaho hat in seinem östlichen Gebiet die Bussen für die Tötung eines Grizzlys von maximal einem Jahr Haft sowie einer Busse von 100′000 US-Dollar gesenkt auf maximal einem halben Jahr Haft und einer Busse von 1000 US-Dollar. Ausserdem wurde in Idaho diskutiert, die Jagd auf den Grizzly in einigen Gebieten freizugeben.

Das zuständige Bezirksgericht hat nun einer Klage der Greater Yellowstone Coalition stattgegeben und weist den U.S. Fish and Wildlife Service an, den Grizzlybären wieder unter bundesstaatlichen Schutz zu stellen. Es begründet dies damit, dass die 2007 gewählte Schutzstrategie nicht durchführbar sei. Ausserdem hätte die Behörde die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Kiefernart Whitebark Pine zuwenig berücksichtigt, deren Nüsse ein wichtiger Bestandteil der Nahrung der Grizzlys sind.

Quelle: Gerichtsentscheid (pdf)