Das grosse Geschäft mit den Yellowstone-Bakterien

In den heissen Quellen des Yellowstone-Nationalparkes tummeln sich verschiedenste thermophile Bakterien und Algen. Nur sehr wenige davon sind wissenschaftlich erforscht. Die Bakterien bergen ein ungeheures finanzielles Potenzial für weltweite Konzerne – der Rush im Yellowstone hat längst begonnen. Der Schweizer Konzern Roche beispielsweise benutzt Thermus aquaticus zur Vervielfältigung der Erbsubstanz (DNA) und verdient Milliarden daran. Künftig will der National Park Service (NPS) auch ein paar Brosamen erhalten. Er hat einen Entwurf veröffentlicht, wonach Wissenschaftler einen Vertrag mit dem NPS unterzeichnen müssen, bevor sie in einem der amerikanischen Nationalparks forschen dürfen. Im Vertrag wird festgehalten, welche Entschädigung der NPS erhalten soll, wenn sich die Forschungsergnisse kommerziell nutzen lassen. Der Anteil des NPS kann von einigen Dollar bis maximal 150′000 US-Dollar betragen. Der Entwurf gilt für alle Nationalparks der USA, allerdings ist der Yellowstone-Nationalpark mit Abstand am häufigsten vom “Bio-Prospecting” betroffen: Bislang basieren 45 Patente auf Proben, die in US-Nationalparks gefunden wurden, 43 davon aus dem Yellowstone.

One Response to “Das grosse Geschäft mit den Yellowstone-Bakterien”

  1. [...] Voraussichtlich anfangs 2010 soll eine Richtlinie in Kraft treten, gemäss der der National Park Service am Profit von Konzernen teilhaben soll, die dank Organismen aus dem Yellowstone-Nationalpark[t/wickit] gute Geschäfte machen. Es wird mit Einnahmen für den National Park Service von $635′000 bis $3.9 Millionen pro Jahr gerechnet. Bakterien und Algen aus dem Yellowstone-Nationalpark sind vor allem für die Chemie und Medizin von grossem Interesse. Konzerne verdienen damit teilweise Beträge in Milliardenhöhe. [...]

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